Helfen macht Spaß - der Schulsanitätsdienst am Kreisgymnasium
- 200 bis 250 Einsätze pro Schuljahr,
- von kleinen Wunden über Bauchschmerzen oder gebrochenem Arm,
Vor Unterrichtsbeginn, in den Schulstunden, Pausen oder nachmittags:
die Schüler:innen des Schulsanitätsdienstes (SSD) sind einsatzbereit und leisten Erste Hilfe.
Im Schuljahr 2025/26 sind 29 Schulsanis im Dienst. Sie haben eine Erste-Hilfe Ausbildung bei Frau Clermont über das DRK absolviert und lernen in den 14-tägigen AG-Stunden thematisch etwas über die Anatomie des menschlichen Körpers und die möglichen Erkrankungen und Verletzungen. Unfälle werden nachgespielt als Fallbeispiel und damit die Handlungsweise bei dem Einsatz geübt, vertieft und nachbesprochen. Auch das Schminken von Wunden und das Darstellen von Verunfallten wird in den AG – Stunden erlernt.
Das Feueralarmteam kümmert sich um Verletzte während eines Feueralarms und sorgt für die Erste Hilfe auf dem Weg zum, bzw. am Sammelplatz.
Bei Schulveranstaltungen jeglicher Art, sowie beim Tag der offenen Tür sorgen die SSDler auch für Sicherheit. Ausgestattet mit weißen Poloshirts mit Logo sind sie gut erkennbar (vielen Dank an die Schülerfirma für das Sponsoring!)
Falls du gerne anderen hilfst, du gerne Verantwortung für andere übernimmst und dich der medizinische Bereich sowie Erste Hilfe interessiert, dann komm in den Schulsanitätsdienst. (ab 8. Klasse möglich: Ausnahme JRK und Jugendfeuerwehrmitglieder ab 7.)
Unsere Treffen sind immer an jedem 2. Mittwoch in der 8. und 9. Stunde.
Wir freuen uns auf dich!
Ansprechperson: Frau Clermont (cl@kghalle.de)
Der Schulsanitätsdienst (SSD)
Der Schulsanitätsdienst wurde im Jahr 2002 gegründet und ist zu einer verlässlichen Institution am KGH geworden. Der SSD gewährleistet während des Schultages von der 1.-9. Stunde sowie bei schulischen Veranstaltungen eine kompetente und schnelle Hilfestellung der Schulgemeinde im Notfall oder bei Krankheit. Die dort engagierten Schülerinnen und Schüler absolvieren nach Eintritt einen Erste-Hilfe-Kurs, der von der Betreuungslehrerin Frau Clermont durchgeführt wird. Die vorgeschriebenen Themen werden dann in den AG-Stunden aufgefrischt und durch weiterführende Maßnahmen, wie z.B. Blutdruck messen ergänzt. Auch der medizinische Hintergrund von Hilfeleistungen (Anatomie und Physiologie), die korrekte Übergabe eines Patienten an den Rettungsdienst und das Schreiben eines Einsatzprotokolls wird erlernt. Durch das Nachspielen von Unfallsituationen mit der sogenannten RND (Realistische Notfalldarstellung bei der Wunden/ Verletzungen geschminkt werden) und der schauspielerischen Umsetzung der Opfer wirken die Fallbeispiele in den Übungsstunden sehr real und die Schülerinnen und Schüler können daran ihr Können schulen. Das regelmäßige Wiederholen ist wichtig für die Aufrechterhaltung eines gewissen Qualitätsstandards, den die Patienten natürlich erwarten dürfen.
Alarmiert werden die Schulsanitäter über Funkgeräte, die sie –nach einem festen Dienstplan- mit sich führen. Im Sekretariat holt das Team den Notfallrucksack und eilt dann zum Unfallgeschehen. Vor Ort findet die nötige Erstversorgung statt und im Idealfall kann die verletzte Person sofort wieder am Unterricht teilnehmen. Falls nicht, wird sie in den Sanitätsraum begleitet und dort weiter versorgt. In Notfallsituationen steht den Schülerinnen und Schülern immer die Betreuungslehrerin zur Seite.
Der Unterrichtsstoff und auch die in der Zeit aufgegebenen Hausaufgaben müssen nachgeholt, bzw. erfragt werden.
Der Schulsanitätsdienst am KGH besteht aus ca. 25-35 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 8-Q2, die zu einer festen Gemeinschaft verwachsen. Die Einsatzteams sind jahrgangsstufenübergreifend gemischt und bestehen aus erfahrenen Schülerinnen und Schülern und den neuen Mitgliedern.
Dies macht insofern Sinn, als dass zunächst eine solide Behandlung der Kranken gesichert ist und als Nebeneffekt die erfahrenen Schülerinnen und Schüler die jungen Ersthelferinnen und Ersthelfer anlernen und ihnen gleichzeitig in ihrem Handeln Sicherheit geben. Damit eine kontinuierliche Versorgung verletzter und kranker Personen in der Schule aufrechterhalten wird, werden alljährlich neue Mitglieder für diesen sozialen Dienst geworben.
Die Zahl der Einsätze liegt zwischen 200 - 250 pro Schuljahr. Dabei werden die Sanitäter am häufigsten zu Verletzungen des Bewegungsapparates und Wunden sowie zu Nasenbluten und Kopfverletzungen gerufen.
Weiterhin sind die Schulsanitäter für die ausreichende Bestückung der Erste-Hilfe-Kästen in den Fachräumen, in der Sporthalle und der Ausflugs-EH-Taschen zuständig. Bei außerunterrichtlichen Aktivitäten sind sie als Sanitätsdienst natürlich auch dabei: bei den Aufführungen der Chöre und Literaturkursen, bei den Fitnesstagen der 5. Klassen, beim Sportabzeichen-Tag, beim Tag der offenen Tür oder anderen (sportlichen) Events.
Bei einem Feueralarm gewährleisten zwei fest eingeteilte Notfallteams die optimale Erstversorgung von Verletzten vor dem Schulgebäude und auf dem Sammelplatz. Ausgerüstet mit Funkgeräten können sie die Sicherheitsbeauftragten über Verletzte informieren und ggf. den Notruf einleiten. Erkennbar sind die Schulsanitäter dabei durch gut sichtbare gelbe Warnwesten.
Da die Schülerinnen und Schüler außerdem durch die AG-Stunden in der Anatomie des Herzens gut geschult sind, unterstützen sie im Biologieunterricht die Biologielehrer der 6. Klassen beim obligatorischen Herz Sezieren. So haben die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler mehr Ansprechpartner bei Fragen und zusätzlich kann direkt agiert werden, falls es jemandem schlecht geht.
Da das Kreisgymnasium eine der „Modellschulen für Laienreanimation“ ist, wird das Reanimieren regelmäßig in den Jahrgangsstufen geübt. Durch Spenden haben wir einen Klassensatz von „Prakti-Man“ - Phantomen bekommen, an denen die Herz – Druckmassage erlernt werden kann. Auch bei dieser Einführung sind die SSSDler:innen als Unterstützung dabei.
Als sehr wichtiger Aspekt des SSD muss aber auch noch etwas Anderes gesehen werden: Insgesamt wird die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz beim Schulsanitätsdienst maßgeblich gefördert. Für dieses soziale Engagement hat der Schulsanitätsdienst des KGH im Jahr 2009 den Preis der TWO: „Die junge Kraft der Haller“ gewonnen. Dies war eine beeindruckende Bestätigung von öffentlicher Seite, auf die der SSD sehr stolz ist. Der besondere Einsatz für den Mitmenschen zeigt sich aber nicht nur in der Schule, wo Gefahrensituationen von den Schülerinnen und Schülern erkannt und durch Eingriff behoben werden: So kam es schon öfter vor, dass die Schulsanitäter auf dem Schulweg oder in ihrer Freizeit als Ersthelferinnen und Ersthelfer sicher und beherzt eingegriffen haben. Nicht wenige wurden durch die Tätigkeit als Schulsanitäter:in bestärkt, Medizin/ Pflege als Berufsfeld auszusuchen oder sich bei Hilfsorganisationen ehrenamtlich zu engagieren.
Für ihren Einsatz und ihre soziale Kompetenz bekommen die Schülerinnen und Schüler mit dem Zeugnis jedes Jahr eine Urkunde für die aktive Teilnahme am Schulsanitätsdienst.
Die Schulsanitäter vom Kreisgymnasium bereichern die Schulkultur, fördern das soziale Miteinander und sind da, wo sie gebraucht werden.