Medienscout-Projekt am KGH

Facebook, WhatsApp, Social Community, Call of Duty – Moderne Medien prägen die Kinder und Jugendlichen von heute mehr denn je. Umso wichtiger ist es, die jungen Menschen bei einem reflektierten Umgang mit diesen Alltagsmedien zu unterstützen, denn Cybermobbing, Computerspielesucht aber auch die Wahrung der Privatsphäre in Zeiten der Überwachung sind untrennbar mit diesen Medien verbunden.

Nach einer erfolgreichen Bewerbung des KGH für die Teilnahme am Projekt Medienscouts des Landesinstitut für Medien (LfM) fand am vergangenen Dienstag der erste von fünf Ausbildungstagen in Gütersloh statt. Die vier Schülerinnen und Schüler Annika Ziegler , Pia Kölsch, Marcel Wurm und Moritz Lienenlüke aus der Klasse 8a lassen sich zusammen mit Herrn Gach und Herrn Jaschke zu Medienscouts bzw. Beratungslehren Medien ausbilden. Bereits im kommenden Halbjahr bilden diese „Urscouts“ weitere Medienscouts aus, die dann z.B. zusammen mit Schulklassen Projekte rund um das große Thema der neuen Medien und des bewussten Umgangs damit durchführen. Dabei reicht das Themenspektrum von der sinnvollen Privatsphäre-Einstellung bei Facebook über Bewertung von Internetquellen bis hin zu der Tatsache, dass das Internet „nie vergisst“ und die öffentlichen Fotos der letzten Party auch dem künftigen Chef nicht verborgen bleiben müssen.

Ein sehr wichtiges Merkmal ist dabei, dass Schüler mit Schülern arbeiten: Dadurch dass kompetente Jugendliche zusammen mit etwa gleichaltrigen diese Projekte durchführen und die Beratungslehrer eher organisatorische Unterstützung bieten, entsteht nicht der Eindruck des erhobenen Zeigefingers. Der Gedanke dieser sogenannten Peer-Education spielt auch bei dem zweiten wichtigen Merkmal des Projektes eine entscheidende Rolle. So werden die Medienscouts auch in Beratungs- und Kommunikationskompetenz ausgebildet, sodass sie eine vertrauensvolle erste Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler werden, die Opfer oder Beobachter von Mobbing werden.

Durch dieses Projekt gewinnt das KGH einen weiteren attraktiven Baustein, um seine Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich zu bilden, sondern sie auch auf dem Weg zu einer reflektierten und mündigen Persönlichkeit zu begleiten, gemäß unseres Leitsatzes „Die Sachen klären, die Menschen stärken“.