Auch in diesem Jahr fand in den Herbstferien, zum mittlerweile vierten Mal, eine zweiwöchige Fahrt nach China, um genau zu sein Shanghai mit anschließender Rundreise, statt.

Die Fahrt ist grundsätzlich als Austausch angelegt, den Besuch der chinesischen Gäste gab es in der Woche vor den Sommerferien und nun erfolgte der Gegenbesuch. In der ersten Woche in Shanghai waren die Schülerinnen und Schüler bei Gastfamilien beherbergt, in der zweiten Woche auf der Rundreise waren wir in Hotels untergebracht.

Es wurde in der Austauschwoche, neben Hospitationen im Unterricht, ein abwechslungsreiches Programm geboten. So gab es zu Beginn nach einer Schulführung, dem Besuch des schuleigenen Museums und einer Begrüßungszeremonie eine Unterweisung in chinesischer Kampfkunst und Diabolo. Weiterhin lernten die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche Kalligraphie, Siegelschnitzen, Batiken, Scherenschnitt, Gestalten und Bemalen von Fächern sowie die Herstellung von Jiaozi (chinesische Teigtaschen),

Auch kulturelle Aktivitäten mit dem Besuch des Guangfulin Ruinenparks, des Chenghuang Tempels, der Gedenkhalle von Herrn Cheng Shifa, des She-Bergs und des Tianma-Bergs und des Zuibaichi Gartens kamen nicht zu kurz.

Als besonders beeindruckend wurden in der ersten Woche jedoch die Shopping-Malls und die Innenstadt von Shanghai mit einer abendlichen Bootstour über den Huangpufluss gesehen. Vom Letzteren konnte man eine beeindruckende Kulisse an Lichtern und beleuchteten Häusern erkennen.

Nach einer Woche wurde dann, teilweise unter Tränen, Shanghai verlassen, um eine Rundreise durch die nahegelegenen Städte Hangzhou, Suzhou und Wuxi anzutreten, um schließlich, nach einer Fahrt im Nachtzug, Peking als Abschluss der Reise zu sehen.

Auf der Rundreise standen die Besichtigungen mehr im Fokus als das eigene Ausprobieren von chinesischen Kulturgütern, so wurden viele alte Einkaufsstraßen im alten chinesischen Stil, ein völliger Gegensatz zu den Shopping-Malls, die natürlich auch auf dem Programm standen, besucht. Zudem sahen wir die Altstadt von Tongli, den Hanshan Tempel, das Suzhou-Museum, den Li-Garten und den Xihui-Park. Außerdem wurden auch hier traditionelle chinesische Produktionsstätten mit einer Teefabrik, der Seidenherstellung und der Perlenfarm gezeigt.

Als Abschluss, von vielen als das Highlight bezeichnet, folgte Peking mit dem Besuch des Platzes des himmlischen Friedens, der Verbotenen Stadt, des Lamatempels und des 789-Kunstviertels sowie einem Gang auf die Große Mauer.

Insgesamt kann man diese Reise aufgrund der vielfältigen Eindrücke in die chinesische Kultur und die große Gastfreundschaft als sehr gelungen bezeichnen. Auch die gegenwärtige Gestaltung der Politik erlebten wir mit den vielen Sicherheitskameras und vielen Sicherheitskontrollen. Letztendlich muss man an dieser Stelle aber auch betonen, dass die Gruppe einen tollen Zusammenhalt zeigte und somit mitverantwortlich war, diese Reise zu einem Erlebnis zu machen, für welches man gerne die Lasten der Visaerteilung und die fehlenden Herbstferien in Kauf nimmt.

(Jonas Bienek)

 

Hier einige Eindrücke der Fahrt: