Kreisgymnasium Halle als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet

Engagement für Menschlichkeit mit nachhaltiger Wirkung

Das Kreisgymnasium Halle wurde im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung des Deutsches Rotes Kreuz in Münster offiziell als „Humanitäre Schule 2025/26“ ausgezeichnet. Bei der Zertifizierungsfeier am DRK-Tagungshotel Dunant wurden Schulen aus ganz Westfalen-Lippe für ihr besonderes Engagement in den Bereichen Menschlichkeit, gesellschaftliche Verantwortung und Demokratiebildung geehrt. Als sichtbares Zeichen erhielt das KGH das offizielle Siegel sowie ein Schild für die Schule.

Der Auszeichnung vorausgegangen war ein intensives Schuljahr im Rahmen der Zertifizierungskampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes. Das Projekt verfolgt das Ziel, junge Menschen für Menschlichkeit, humanitäres Handeln und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren. Dazu durchlaufen die teilnehmenden Schulen drei zentrale Bausteine: die Ausbildung von sogenannten Humanitären Scouts, die Durchführung des Planspiels h.e.l.p. sowie die Entwicklung und Umsetzung eines eigenen humanitären Projekts.

Am KGH ließen sich Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 zunächst zu Humanitären Scouts ausbilden und übernahmen anschließend Verantwortung bei der Organisation und Durchführung des Planspiels h.e.l.p.. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q1 setzten sie sich dabei mit internationalen Konflikten, diplomatischen Entscheidungsprozessen sowie Fragen des humanitären Völkerrechts auseinander. Das Feedback aller Beteiligten fiel durchweg positiv aus – „Das Planspiel wurde als intensiv, anspruchsvoll und zugleich äußerst gewinnbringend erlebt“, so der das Projekt begleitende Lehrer Christian Gach.

Besonders nachhaltig wirkt jedoch der dritte Baustein des Projekts: Unter dem Titel „Jung trifft Alt – Menschen stärken und Generationen verbinden“ hat das KGH eine neue Partnerschaft mit dem ortsansässigen Seniorenheim Eggeblick ins Leben gerufen. Geplant und teilweise bereits gestartet sind regelmäßige Begegnungsnachmittage, gemeinsame Gespräche zwischen jungen und älteren Menschen und insbesondere die Pflege und Gestaltung des Gartens der Einrichtung sowie weitere gemeinsame Aktionen. Ziel ist es, Begegnungen zwischen Generationen zu schaffen und Menschlichkeit unmittelbar vor Ort erlebbar zu machen.

Ein besonderer Dank gilt unseren engagierten Humanitären Scouts, allen unterstützenden Schülerinnen und Schülern, den beteiligten Kolleginnen und Kollegen sowie dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe für die Begleitung dieses besonderen Projekts.

Die Auszeichnung passt in besonderer Weise zu unserem Schulmotto:

„Die Sachen klären, den Menschen stärken.“

Denn genau darum geht es bei einer Humanitären Schule: Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und Menschlichkeit nicht nur thematisieren, sondern im Alltag konkret leben.